Im Jahr 2013 gründete sich eine neue Partei. Eurokritisch, direkt, ohne die Migration durch die rosarote Brille zu sehen. Für mich war das wie ein Fenster, das sich plötzlich öffnete – die Möglichkeit, endlich über meine eigenen Bedenken, meine Gedanken, zu sprechen.
Damals hatte die Alternative für Deutschland noch nicht den morbiden Charme des Verbotenen. Aber es war spürbar: Hier war etwas anders. Etwas, das auffiel. Dieses Anderssein wurde durch jedes Plakat, jeden Slogan, jede Botschaft unterstrichen. „Mut zur Wahrheit“ – das klang nicht nur gut, das klang dringend nötig. Eine Stimme inmitten eines Systems, das sich längst in Routine und politischer Korrektheit verstrickt hatte.
Ich war nie fremdenfeindlich. Aber die unkontrollierte Migration, die ich in Frankfurt beobachtete, die wachsenden Probleme, der Drogenhandel – all das ließ mich aufhorchen. Ich hörte noch immer die Worte eines befreundeten Architekten:
„Wir handeln uns Probleme ein, von denen wir noch nicht einmal wissen, dass es sie gibt.“
Und ich wusste: Ich wollte verstehen, warum der Bundestag darüber noch nicht mal diskutierte. Warum 600 Volksvertreter scheinbar das Volk aus den Augen verloren hatten.
Ich suchte nach Kontakten – und fand sie ausgerechnet über die linke WebSite Indymedia. Ich griff zum Telefon, in diesem Moment wollte ich dabei sein, ich wollte eine Stimme haben. Ich wollte wissen warum 600 Bundestagsabgeordnete Themen noch nicht mal diskutierten. Ich fragte niemanden, weil ich befürchtete, dass man mir abraten würde. Ich wollte diese Widerstände nicht, ich wollte diese neuen Erfahrungen machen.
Rückblickend war das ein Fehler – ein Schritt, der mein Leben in eine Richtung lenken sollte, die ich damals noch nicht erahnen konnte.


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