260415_StadtNürrnberg-Sicherheitsbericht

Sicherheitsbericht 2025

Der Sicherheitsbericht wird jedes Jahr im Stadtrat vorgestellt. Für den Stadtrat und für seine linke Mehrheit ist entscheidend, daß im Sicherheitsbericht die linke Politik und seine Auswirkungen, vor allem in Bezug auf Corona und Migration positiv dargestellt wird.

Team-Menschenrechte (TMR)

Seit ca. 18 Monaten wird diese positive Darstellung durch die Montagsdemonstrationen des Team-Menschenrechte massiv gestört. Inzwischen fanden mehrere Sitzungen im Ausschuß Recht, Wirtschaft und Arbeit zu diesem Thema statt. Die Versuche der Verwaltung das Demostrationsgeschehen zu regeln, wurden durch das Verwaltungsgericht Ansbach vereitelt.

Vermutlich um weitere Bürger von Demonstrationen abzuhalten, wird über die Nürnberger Nachrichten wöchentlich auf rechtextreme Teilnehmer und auf die Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz hingewiesen.

Fakt ist, daß am 12. Mai 2025 ein Ordner der Montagsdemonstranten sich einen „kleinen Hitler“ gewünscht hat und schon am nächsten Tag nicht mehr an Demonstrationen des Team-Menschenrechte teilnehmen durfte.

Stadtrat Klaus Krestel (seine Amtszeit endet am 30.04.26) verwies in seiner öffentlichen Stellungnahme zum Sicherheitsbericht 2025 (Stadtratssitzung am 15.4.26) darauf, daß besagter Ordner über die Alternative für Deutschland (AfD) zum Team-Menschenrechte kam. Der Ordner wurde erst AfD-Mitglied, um anschließend als Ordner zu arbeiten. Die Parteimitgliedschaft bei der AfD endete erst nach Sitzungen von Bundes- und Landesvorstand am 17.06.25.

Stadtrat Krestel ging es in seiner öffentlichen Rede darum zu betonen, daß das Team-Menschenrechte friedlich demonstriert und das die im Sicherheitsbericht genannten Zahlen aus den Gegendemonstrationen kommen.

Polizeipräsidium Mittelfranken

Örtliche Kriminalitätsbelastung – leichter Rückgang

Die Häufigkeitszahl, als vergleichender Gradmesser der Kriminalitätsbelastung eines geografischen Raums je 100.000 Einwohner, beläuft sich in Mittelfran-ken auf 4.188. Sie liegt, trotz eines Rückgangs um 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr, auf dem zweithöchsten Wert im bayerischen Vergleich. Vor dem Hintergrund, dass in Mittelfranken fast jeder zweite Tatort im Stadtgebiet Nürnberg liegt, wird deutlich, dass die Kriminalitätsbelastung der zweit-größten bayerischen Stadt zwangsläufig Auswirkungen auf die Häufigkeits-zahl des gesamten Regierungsbezirks besitzt.

Kriminalitätslage Mittelfranken

  • 106 Straftaten gegen das Leben (Vorjahr: 92)
  • 2.242 Sexualdelikte (2.202)
  • 13.666 Rohheitsdelikte (13.816)
  • 25.022 Diebstahlsdelikte (25.371)
  • 6.441 Ladendiebstahl (7.228)
  • 3.285 Fahrraddiebstahl (3.573)
  • 7.948 Betrugsdelikte (8.375)

Demo-Geschehen

Die Gesamtzahl der politisch motivierten Straftaten stieg in Mittelfranken von 1.090 Fällen im Jahr 2024 auf 1.495 Straftaten im Jahr 2025 und stellt im mehrjährigen Vergleich einen neuen Höchstwert dar.

Insbesondere bei der linkspolitisch motivierten Kriminalität kam es zu einem deutlichen Anstieg von 355 Fällen auf insgesamt 471 Taten. Die Zahl der Gewaltdelikte entwickelte sich von 2 auf 73 Fälle.

Im Vergleich zum Vorjahr ist auch die Zahl der rechtspolitisch motivierten Straftaten angewachsen. Mit insgesamt 531 Straftaten ist in diesem Phänomenbereich ebenfalls ein neuer Höchstwert erreicht worden. Rechtspolitisch motivierte Gewaltdelikte stiegen von 17 auf 36 Taten.

Eine Ursache für die starken Zuwächse dürfte vor allem in der Entwicklung des Versammlungsgeschehens rund um das selbsternannte „Team Menschenrechte“ (siehe auch Seite 36) liegen. Das nahezu wöchentlich stattfindende Versammlungs- und Protestgeschehen ist zwischenzeitlich überwiegend von einem politischen Rechts-Links-Konflikt geprägt.

Bereits seit Ende 2024 hat sich gezeigt, dass in diesem Zusammenhang stets mit Rechtsverstößen beider politischer Lager zu rechnen ist. Darunter finden sich neben versammlungsrechtlichen und staatschutzrelevanten Straftaten auch Delikte wie Sachbeschädigung, Beleidigung oder Körperverletzung.

„Team Menschenrechte“
Das vom Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz (BayLfV) beobachtete „Team Menschenrechte“ führte im Jahr 2025 nahezu wöchentlich Versammlungen durch, die jeweils mehrere Gegen-demonstrationen nach sich zogen.

Zwischenzeitlich ist das diesbezügliche Versammlungs-geschehen von einem politischen Rechts-Links-Konflikt und beiderseits emotionalisierter Teilnehmer geprägt. Um den ordnungsgemäßen Ablauf des Versammlungsgeschehens zu gewährleisten und das Aufeinandertreffen von Personen aus den unterschiedlichen politischen Lagern zu verhindern, müssen die Versammlungen durch die Polizei mit einem durchgehend hohen Kräfteansatz begleitet werden.

Ein Blick auf die bei der Betreuung dieser Versammlungen angefallenen Einsatzstunden lässt im Vergleich zum Vorjahr eine deutliche Steigerung erkennen. Fielen im Jahr 2024 etwas mehr als 47.000 Einsatzstunden an, standen im vergangenen Jahr knapp 65.000 Stunden zu Buche und weisen damit einen Anstieg von 38,8 % auf.

Thematische Schwerpunkte des Versammlungsgeschehens in Mittelfranken waren im Jahr 2025 der Nahost-Konflikt, der Angriffskrieg auf die Ukraine, der Tierschutz (u. a. aufgrund der Tötung von Pavianen im Tiergarten Nürnberg), Tarif- und Gehaltsverhandlungen sowie zahlreiche Protestveranstaltungen im Zusammenhang mit politischen Infoständen.

Auch die nahezu wöchentlich stattfindenden Demonstrationen des selbsternannten „Team Menschenrechte“ und die daraus resultierenden Gegenproteste bildeten für die mittelfränkische Polizei im Jahr 2025 einen Einsatzschwerpunkt.


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