Die Demonstration und die Reden standen unter dem Motto „Gegen den Totalitarismus“.






Polizeibericht
Die Polizei veröffentlichte einen nichtssagenden Polizeibericht, der das Demo- und Einsatzgeschehen nur unzulänglich abbildete.
POL-MFR: (458) Versammlungsgeschehen in der Nürnberger Innenstadt am 11.05.2026
Am Montagabend (11.05.2026) fanden im Nürnberger Stadtgebiet mehrere politische Versammlungen statt. Die Polizei trennte die unterschiedlichen politischen Lager konsequent und gewährleistete einen weitgehend störungsfreien Verlauf des Versammlungsgeschehens.
Ab etwa 18:00 Uhr versammelten sich unter dem Titel „Die Regierung zerstört unser Land – Wer sich auf die kommunistische Einheitsfront einlässt, geht daran zugrunde!“ in der Spitze rund 55 Personen am Willy-Prölß-Platz. Zeitgleich formierten sich in unmittelbarer Nähe mehrere Gegenproteste mit bis zu 150 Teilnehmern. Die Polizei setzte Sperrgitter ein, um die Teilnehmer der unterschiedlichen Versammlungen voneinander zu trennen.
Gegen 19:15 Uhr setzten sich die Teilnehmer der erstgenannten Versammlung als Demonstrationszug auf der angemeldeten Wegstrecke durch die Nürnberger Innenstadt in Bewegung. Ein Großteil der Gegendemonstranten beteiligte sich ebenfalls an den angemeldeten Gegenaufzügen.
Im weiteren Verlauf kam es zu einer Blockadeaktion in der Königstraße, bei der sich mehrere Gegendemonstranten auf der Wegstrecke niederließen, um den Aufzug zu blockieren. Diese Blockadeaktion konnte umlaufen werden. Im Bereich des Willy-Prölß-Platzes kam es kurze Zeit später zu einer weiteren Blockadeaktion. Die Einsatzleitung der Polizei wertete diese Aktionen als Versammlung und sprach die Teilnehmer mit entsprechenden Hinweisen an. Die Einsatzkräfte forderten die Demonstranten mehrfach auf, die Fläche freizumachen. Da die Teilnehmer diesen Aufforderungen nicht nachkamen, trugen die Polizisten mehrere Personen beiseite. Kurz vor Ende der Versammlung musste eine Person zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle verbracht werden.
Gegen 21:30 Uhr hatten die jeweiligen Leiter die Versammlungen für beendet erklärt. Die Nürnberger Kriminalpolizei prüft nun im Nachgang, ob weitere Verstöße im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen vorliegen und übernimmt die Ermittlungen zu geltend gemachten Straftaten.
Unter Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte waren Kräfte der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg im Einsatz.
Zwischenkundgebung Gauleiterhaus
In direkter Umgebung des Gauleiterhauses von Julius Streicher dem selbsternannten Frankenführer aus Deutschlands dunkler Zeit fand die Zwischenkundgebung statt.
Das Haus will die Stadt zu einem „Haus der Demokatie“ machen. Der Stadtrat hat dafür einen ersten Beschluß gefasst.
Streicher poduzierte in diesem Haus sein Hetzblatt „Der Stürmer“, bevor die Nürnberger Nachrichten diesen Standort übenahm.
Zwei Blockaden und Polizei schaut zu
Bei der ersten Blockade schützte die Polizei die Blockierenden und leitete die Demonstration vorbei. Das gleiche passierte als zum Schluß der Demonstation Blockierende die Versammlungsfläche besetzten und die Polizei kurzerhand die Versammlungsfläche der angemeldeten Demonstration verkleinerte.
Der Streamer „Weichreite“ hat die Situation in seinem Stream ab 2:28:18 aufgezeichnet. Rechtsanwalt Markus Haintz hat die Situation vor Ort erlebt und eingeordnet.
Angriff auf die Versammlungsleitung
Nach Abschluß der Demonstration konnten sind die Teilnehmer der TMR Montagsdemonstration alle wieder gut heimgekommen. Allerdings wude die Wohnungtür der Versammlungsleitung angegriffen. Die Gewaltspirale hat eine neue Eskalationstufe erreicht. Hinter der Wohnungstür wohnen Kinder.




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