Betreute Taubenschläge im Stadtgebiet
Wie Stadtrat und Landtagskandidat Klaus-Rudolf Krestel heute von besorgten Bürgern erfuhr, wurden bundesweit betreute Taubenschlagprojekte aus der Taufe gehoben und nehmen jetzt auch in Nürnberg Fahrt auf. Nach einem Pilotprojekt (April 2022) will jetzt das Siedlungswerk Nürnberg Taubenschläge realisieren. Interessierten Tierschützern werden betreute Taubenschläge eingerichtet und zur Betreuung übergeben. Das die Mieter damit zusätzlich unter Streß gesetzt werden, interessiert die Verantwortlichen Vermieter und die Politik dabei weniger.
Auf dem Dachboden trocknen viele Bewohner ihre Wäsche in den feuchten Jahreszeiten. Durch den geplanten Taubenschlag wird die besagte Fläche den Mietern ersatzlos entzogen. In etlichen Wohnungen herrscht, trotz regelmäßigen Lüften und Überprüfen der Luftfeuchtigkeit ein Schimmelbefall. Bei nassem Wetter werden die Mieter gezwungen, ihre feuchte Wäsche in den Wohnungen zu trocknen. Hierdurch wird sich die Schimmelproblematik zusätzlich verschärfen. Diese Entwicklung wird eine weitere Verschlechterung der Lebensqualität der Mieter bedeuten.
Der Vermieter, das Siedlungswerk Nürnberg beruft sich auf die Unterstützung des Oberbürgermeisters, während die Mieter auf die Unterstützung von einzelnen Stadträten hoffen.
Abenteuerlich sind die Begründungen mit denen den Mietern der Taubenschlag in Bezug auf Kontaminationsbedenken schmackhaft gemacht wird. So soll der Taubenschlag durch eine Sicherheitsschleuse (Material aus dem Baumarkt) erreichbar sein. Inwieweit die Betreuer des Taubenschlages zu der Mietergemeinschaft passen spielt sichtbar keine Rolle.
Eine der betroffenen Mietergemeinschaften hat sich zusammengesetzt und hat das für und wider abgewogen und dem Vermieter ein Einschreiben geschickt. Auf dem Foto ist der Dachboden zu sehen, der den Mietern bisher als Trockenboden gedient hat.



Schreibe einen Kommentar